Wasserschaden, und keiner will schuld sein
Wasserschaden Ursache: Aus dieser Erfahrung wird ersichtlich, dass eine Ursachenzuweisung bei einem Wasserschaden nicht immer eindeutig ist. Was war passiert? In einer meiner Wohnungen gab es einen Wasserschaden, wobei die Bodenplatte bereits Feuchtigkeit gezogen hatte. Bei einem Besuch vor Ort ergab sich ein erstes, vermeintlich klares Bild.
Mein Mieter hatte die Waschmaschine umgestellt und die Wasserschläuche unprofessionell durch das Bad verlegt. An einer Stelle am Wasserabfluss unter dem Waschbecken tropfte Wasser heraus; der Mieter hatte lediglich einen Eimer untergestellt. Insgesamt war es im Badezimmer sehr feucht. Es schien zunächst so, als ob die Ursache ein über Monate feuchtes Bad sein musste. Der Mieter beteuerte jedoch, dass niemals Wasser direkt auf den Boden gelangt sei.
1. Die Suche nach der wahren Wasserschaden Ursache
Nachdem ich einen Fachbetrieb (Sanitärfirma) hinzugezogen hatte, stellte sich heraus, dass die Bodenplatte extrem feucht war. Im Wohnzimmer zog die Feuchtigkeit bereits minimal die Wand hoch. Es lag die Vermutung nahe, dass es ein tieferliegendes Problem geben musste, denn nur durch gelegentliches Spritzwasser beim Nutzen der Waschmaschine schien ein solches Maß an Feuchtigkeit kaum möglich.
Der Handwerker stellte fest, dass eine Silikonfuge in der Dusche abgerissen war. Durch diesen Spalt lief bei jedem Duschvorgang Wasser unter die Duschwanne. Dies wurde dokumentiert und als Schadensquelle identifiziert.
2. Der Konflikt: Wartungsfuge vs. Gewährleistung des Handwerkers - Wasserschaden Ursache
Glücklicherweise war die Sanierung des Bades erst zwei Jahre zuvor erfolgt. Aus meiner Sicht als Eigentümer war klar: Der Handwerker, der das Bad gebaut hat, sollte für diesen Mangel haften. Nachdem ich den Betrieb kontaktiert hatte, ging es wie erahnt einige Tage hin und her.
Es ging dabei weniger um die Silikonfuge selbst, sondern um die Kosten für die Trocknung der Bodenplatte – eine Maßnahme, die schnell hohe Summen erreichen kann. Ich erhielt die Rückmeldung, dass es sich bei der undichten Silikonfuge um eine sogenannte Wartungsfuge handle. Diese sei von der Gewährleistung ausgenommen und liege in der Verantwortung des Eigentümers. Nach meinen Recherchen zu diesem spezifischen Fall stellte ich fest, dass dies ein häufiger Streitpunkt ist. Tatsächlich unterliegen Silikonfugen einem natürlichen Verschleiß, was die Haftungsfrage oft kompliziert macht.
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3. Die versteckte Ursache: Nachweis des Baumangels - Wasserschaden Ursache
Auf Empfehlung eines weiteren Fachkundigen ließ ich prüfen, ob das Bad normgerecht installiert wurde und ob es ggf. ursächliche Baumängel gibt, die zum Abriss der Fuge geführt haben könnten. Und tatsächlich: Dies war der Fall.
Die Duschwanne wurde nicht fachgerecht verankert, sondern fehlerhaft gesetzt. Durch diese Instabilität hatte sich die Duschwanne um einige Millimeter gesenkt, was zwangsläufig zum Abriss der Silikonfuge führen musste. Nach dieser Dokumentation war der Sachverhalt für die Beteiligten eindeutig: Die undichte Fuge war lediglich ein Folgeschaden der mangelhaften Installation der Wanne.
Der Handwerker behob den Schaden, die Bodenplatte wurde getrocknet und die Duschwanne fachgerecht neu eingebaut. Für mich war dies eine wichtige Lehre: Technische Mängel liegen für Laien oft im Verborgenen. Ich vermute, dass der Betrieb den Schaden über seine Versicherung abgewickelt hat, was erneut zeigt, wie wichtig die Auswahl von Handwerkern mit solidem Versicherungsschutz ist.
Fazit: Wissen schützt vor unberechtigter Haftung - Wasserschaden Ursache
Als Vermieter wird man mit Herausforderungen konfrontiert, die es ruhig und sachlich zu lösen gilt. Der Aufwand in dieser Sache war für mich letztlich überschaubar, da ich durch die Suche nach dem tatsächlichen Baumangel die Verantwortung klären konnte.
Wasserschäden sind ein häufiges Problem – dieses Beispiel zeigt jedoch: Mit Geduld und dem richtigen Vorgehen lassen sich auch komplexe Schadensfälle lösen.
Probleme meistern statt aufgeben
Als privater Vermieter stehen Sie regelmäßig vor Herausforderungen, die unlösbar scheinen. Wie dieser Erfahrungsbericht zeigt, gibt es jedoch fast immer eine Lösung, solange man sich umfassend informiert, die Situation sachlich dokumentiert und bei Bedarf qualifizierte Fachleute (z. B. Gutachter oder spezialisierte Anwälte) hinzuzieht. Geben Sie nicht auf!
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Werden Sie Immobilienvermieter nach Feierabend
Ihr Stefan Schulz, GF der VantageFlow Konzepte UG (haftungsbeschränkt)
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